Sommerlager 2008 - KISC
Geschrieben von Christina   

„Menschen aus aller Welt, riesiger Lagerplatz, wunderschöne Landschaft, überhaupt war es ein einmaliges Lager“ so schwärmten die „Großen“ von ihrem Lagerplatz in der Schweiz, der nun, nach acht Jahren, wieder das Glück hatte von den Ägyptern als Sommerresidenz auserwählt worden zu sein.
Sogar die Kochkiste war seit langen acht Jahren in diesen mysteriösen Ort in den Bergen verliebt: „I love KANDERSTEG“ hatte sie sich als Andenken auf den Deckel geklebt.
Die „Neuen“ waren aufgeregt. Würde Kandersteg seine Versprechen halten?

Ja, es ist wahr, der Lagerplatz ist riesengroß, aber er wird von einer Straße geteilt. Im Verhältnis 1:6. Die Ägypter mussten ihr Lager auf dem einen Sechstel aufschlagen.

Damit wir uns nicht ganz so abseits vorkamen, schickte uns die Schweizer Landesbahn alle 30 Minuten Züge direkt hinter unseren Zelten vorbei. Sogar nachts; was für ein Service. Danke noch mal. (Wenn Ihnen, lieber Leser, der Name „Kandersteg“ irgendwie bekannt vorkommen sollte: Kandersteg ist der Verladebahnhof für die Autozüge durch den Lötschbergtunnel. Falls Sie einen autofreien Urlaub in der Schweiz planen sollten, seien Sie unbesorgt, es fahren zusätzlich noch Personenzüge.)

Doch ganz so einsam waren wir gar nicht (vermutlich war vor unserem Zelt mehr los als auf dem ganzen übrigen Platz zusammen), wir hatten nette Nachbarn aus Großbritannien, Portugal, Dänemark und Hong Kong mit denen wir uns angefreundet haben.

Das mit den „Menschen aus aller Welt“ stimmte also auch, nur in Punkto „fremdartige Lebensweisen“ wurden wir enttäuscht. Wir waren die Exoten mit unserem offenen Feuer und den Schwarzzelten zwischen all den bunten Plastikcampingzelten. Vielleicht hängt ja bereits ein Foto von unserer Jurte in einem chinesischen Wohnzimmer, wer weiß.

Jetzt blieb noch ein Punkt zu klären, die „wunderschöne Landschaft“. Sie ist wirklich wunderschön. Der Beweis: wir unternahmen Wanderungen, waren hiken, badeten in einem Bergsee, schauten bei einem Gletscher vorbei, duschten unter einem Wasserfall, bestaunten reißende Gletscherbäche, erklommen die Blümlisalphütte (2840m) und das Erste was wir nach dem Aufwachen sahen waren die beeindruckenden Schweizer Alpen. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es war wirklich wunderschön.

Das heißt aber nicht, dass wir sonst nichts unternommen hätten, ganz im Gegenteil: Da gab es noch den Ausflug an den Thuner See mit Drachenboot fahren, Grillen, Segeln und Baden, außerdem die Photo-Challenge über den gesamten Lagerplatz, das Käsefondue sowie das Feuermachmachen nur mit, wahlweise Feuerstein oder Stock und Bogen und natürlich das Versprechen mit Nachtwanderung.

Hat Kandersteg nun seine Versprechen gehalten?
Ja, das hat es! Fragen Sie in der Gruppenstunde nach.

Und wer weiß, vielleicht brechen die Ägypter in acht Jahren erneut dorthin auf, damit die „mittlerweile Großen“ den „neuen Neuen“ ihren geheimnisvollen Lagerplatz in der Schweiz zeigen können. Kandersteg.

Ach übrigens, KISC bedeutet Kandersteg International Scout Center Lächelnd

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21. April 2010 )